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Prüfungen

Wenn Hund und Hundeführer die Ausbildung abgeschlossen haben,die Prüfung zum Rettungshund an. Der Hund muss bei seiner ersten Prüfung ein Mindestalter von 16 Monaten haben und darf nicht älter als 6 Jahre sein.

Man unterscheidet 2 Arten: die Flächenprüfung und die Trümmerprüfung.

Sowohl Trümmer- als auch Flächenprüfungen werden nach der „Gemeinsamen Prüfungs- und Prüferordnung für Rettungshundeteams (Trümmer-/Flächensuche) gemäß DIN 13050“ geprüft.

Auch wenn der wichtigste Ausbildungsschritt mit der erfolgreichen Prüfung abgeschlossen wurde, steht das Team keineswegs am Ende des Weges. Jetzt beginnt die Vorbereitung auf den Ernstfall. Verschiedenste Opfersituationen werden geübt (wie zB. verhält sich der Rettungshund bei Kindern, bei schreienden oder weglaufenden Personen uvm.), die Orientierung der Hundeführer wird immer wieder auf die Probe gestellt und die Suchkondition des Hundes erhöht. Aus jahrelanger Erfahrung kann man sagen, dass die Ausbildung eines Rettungshundes niemals wirklich endet.

Nur Rettungshunde mit einer bestandenen und gültigen Prüfung sind zum Einsatz zugelassen. Die Prüfung muss alle 24 Monate wiederholt werden, um die Einsatzfähigkeit aufs Neue nachzuweisen.

Flächenprüfung

Die Prüfung in der Fläche besteht aus mehreren Teilen, wobei jeder einzelne Teil bestanden werden muss:

  • Fachfragenkatalog (theoretischer Teil) 
  • Gehorsam
  • Suche

Dabei schreibt die Prüfungsordnung genau vor, wie die Flächensuche auszusehen hat: „Die Suchfläche soll ca. 30 000 m2 bei einer Mindestbreite von 100 m haben. Die Waldsuchfläche muss Unterholz – und Buschbestand haben.“

Reine Suchzeit beträgt 20 min, wobei die Einsatzbefragung, evtl. Pausen für den Hund und die Versorgung am Opfer nicht mit einberechnet, wohl aber bewertet wird.

Bewertet werden sowohl der Hund als auch sein Hundeführer in folgenden Kriterien:

Hundeführer:

  • Informationsgewinnung, Einsatzbefragung
  • Beurteilung der Lage
  • Suchansatz
  • Führung des Hundes auf Distanz (Teamarbeit)
  • Rettungsmaßnahmen an der Vermissten Person

Hund:

  • Suchintensität
  • Führigkeit, Gehorsam
  • Beweglichkeit im Gelände
  • Verweisen an der vermissten Person

Trümmerprüfung

Die Prüfungsordnung ist auch hier die gleiche gemäß DIN 13050 und besteht wie die Flächenprüfung aus mehreren Teilbereichen, die allesamt bestanden werden müssen:

  • Fachfragenkatalog (theoretischer Teil)
  • Gehorsam
  • Gewandtheitsprüfung (Gerätearbeit)
  • Suche

Auch hier wird die Trümmersuche in der Prüfungsordnung genau beschrieben: „Die abzusuchende Trümmerfläche soll zwischen 800 m2 und 2000 m2 betragen. Der abzusuchende Trümmerbereich soll mindestens 6 voneinander unabhängige, teils unter erdgleiche Verstecke aufnehmen können.“ Zusätzlich werden verschiedene Ablenkungen (Speisereste, Kleidungsstücke, Schwelfeuer, akustische Geräusche) ins Suchgebiet durch die Prüfer eingebracht.

Der Prüfling hat für die Suche mit seinem Hund 20 min. Zeit.

Bewertet werden sowohl der Hund als auch sein Hundeführer in folgenden Kriterien:

Hundeführer:

  • Informationsgewinnung, Einsatzbefragung
  • Beurteilung der Lage
  • Suchansatz
  • Führung des Hundes auf Distanz (Teamarbeit)
  • Rettungsmaßnahmen an der Vermissten Person

Hund:

  • Suchintensität
  • Führigkeit, Gehorsam
  • Beweglichkeit auf den Trümmern
  • Verweisen an der vermissten Person
  • Ablenkungen (Speisereste, Feuer, Rauch, Kleidung, akustische Geräusche usw.)